Wie der Rechner arbeitet
Er nimmt die Herstellerangabe und rechnet sie auf Alltagsbedingungen herunter: rund 60 Prozent im Sommer, weniger im Winter, angepasst an Ihr Gewicht und Ihren Fahrstil. Die genaue Herleitung steht im Ratgeber Wie weit komme ich wirklich?.
Das Ergebnis ist eine Schätzung, kein Messwert — aber deutlich näher an der Realität als die Zahl auf dem Karton. Rechnen Sie für die Kaufentscheidung lieber mit etwas Reserve.
Was Ihre echte Reichweite senkt
- Fahrergewicht — der größte Hebel. Jedes zusätzliche Kilo, auch Rucksack und Einkäufe, zieht Reichweite.
- Kälte — nahe null Grad stehen 30 bis 50 Prozent der Akkuenergie vorübergehend nicht zur Verfügung. Das ist kein Defekt; sobald der Akku warm ist, ist die Kapazität zurück.
- Tempo und Fahrstil — Dauervollgas und häufiges Anfahren aus dem Stand verbrauchen überproportional. Gleichmäßiges Rollen bringt die meiste Reichweite.
- Strecke — Steigungen und Gegenwind treiben den Verbrauch nach oben, ebene Wege sparen.
- Reifendruck — zu weiche Luftreifen walken und kosten spürbar Reichweite. Regelmäßig prüfen.
Als Faustregel für den Kauf: Nehmen Sie Ihre tägliche Strecke aus Hin- und Rückweg und teilen Sie sie durch 0,6 — im Winter durch 0,45. Das Ergebnis ist die Nennreichweite, die ein Modell mindestens haben sollte, damit Sie nicht ständig ans Ladegerät müssen.